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Wichtigste Fragen und Antworten

Fragen Anbieter

Wann ist ein Kurs Qualitop-anerkannt? »

Ein Kurs ist Qualitop-anerkannt wenn sowohl der Anbieter (=rechtlich verantwortliche Trägerschaft) der Kurse als auch die leitende Person für ihre Qualifikationen im betreffenden Bereich zertifiziert ist.

Sie sind im Sinne der QUALITOP-Kriterien dann ein Anbieter, wenn Sie eine oder beide der nachfolgenden Fragen mit "JA" beantworten können/müssen:

Sind Sie aus rechtlicher Sicht für die TeilnehmerInnen an den Kursen, welche Sie leiten, einer der zweite Vertragspartner1,2 und haften deshalb für die Erfüllung der Verbindlichkeit3 "Kurs“?

1Schweizerisches Obligationenrecht (OR) Art 1
2Vertragspartner kann gemäss Schweizerischem Zivilgesetzbuch (ZGB) Art sein, wer handlungsfähig ist. Gemäss ZGB Art 12ff ist dies bei natürlichen Personen bei Urteilsfähigkeit und Mündigkeit / bei juristischen Personen gemäss ZGB Art 54 mit der gesetzlichen Anerkennung der Fall.
3Vertragshaftung gemäss Schweizerischem Obligationenrecht (OR) Art 97ff

Zahlen Sie sich die Entschädigung für die Leitung Ihrer Kurse aus den Einnahmen der Teilnahmegebühren selbst?

Falls Sie eine oder beide Fragen mit "JA“ beantwortet haben, sind Sie für Ihre Kurse nicht nur Leiterin oder Leiter, sondern auch die rechtlich verantwortliche Trägerschaft (= Anbieter) und müssen sich gemäss den QUALITOP–Kriterien zertifizieren lassen. Ein Online-Verfahren, aber auch ein Verfahren mit einem „Papierfragebogen“ stehen zur Verfügung und müssen per E-mail beantragt werden.

Fall Sie oben beide Fragen mit "NEIN“ beantwortet haben, dann informieren Sie bitte jene Institution, die für Ihre Kurse die rechtlich verantwortliche Trägerschaft ist, darüber, dass Krankenversicherungsbeiträge für die TeilnehmerInnen an den Kursen nur dann bezahlt werden, wenn zusätzlich zu Ihrer Person als zertifizierte KursleiterIn auch der Anbieter zertifiziert ist.

Wie lange dauert das Erst-Zertifizierungsverfahren als Anbieter durch QualiCert? »

Wenn der Fragebogen erfolgreich abgeschlossen wurde und die Zertifizierungsgebühr bei QualiCert eingetroffen ist, bekommen Sie innerhalb 1 bis 2 Wochen eine Rückmeldung.

Wie lange ist die Zertifizierung als Anbieter gültig? »

Die Anbieter-Zertifizierung ist immer vom 1. Januar bis am 31. Dezember eines Jahres gültig.

Was für eine Haftpflichtversicherung benötige ich? »

Eine Betriebshaftpflichtversicherung muss dann nachgewiesen werden, wenn der Anbieter im Handelsregister eingetragen ist. Die Versicherungspolice muss in diesem Fall auf den eingetragenen Namen des im Handelsregister eingetragenen Anbieters lauten.

Eine Vereinspflichtversicherung muss dann nachgewiesen werden, wenn es sich beim Anbieter um einen Verein gemäss ZGB Artikel 60ff handelt. Die Versicherungspolice muss in diesem Fall auf den statutarischen Vereinsnamen lauten.

Eine Berufshaftpflichtversicherung kann dann nachgewiesen werden, wenn der Anbieter seine Dienstleistung als einzelne und einzige Person im Sinne der selbständigen Erwerbstätigkeit erbringt. In diesem Falle kann aber auch eine Betriebs- oder Privathaftpflichtversicherung nachgewiesen werden.

Eine Privathaftpflichtversicherung kann dann nachgewiesen werden, wenn der Anbieter seine  Dienstleistung als einzelne und einzige Person im Sinne der selbständigen Erwerbstätigkeit erbringt. In diesem Falle kann – und je nach dem erzielten Erwerbseinkommen* muss – aber auch eine Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen werden.
*Privathaftpflichtversicherungen enthalten oft eine Haftungsgrenze bezüglich des mit der zu versichernden Tätigkeit erzielten Einkommens. So wurde beispielsweise eine Privathaftpflichtversicherung mit einer Haftungsgrenze von CHF 15‘000 Einkommen aus der zu versichernden Tätigkeit in einem Haftungsfall aus Leitertätigkeit bei gesundheitsfordernder Lebensstilinterventionen dann nicht „bezahlen“, wenn das Jahreseinkommen aus dieser Tätigkeit beispielsweise CHF 15‘000 übersteigt.

Ich bin selbständig erwerbend, kann ich mich als Anbieter zertifizieren? »

Ja, Vertragspartner können Unternehmen gemäss Schweizerischem Obligationenrecht, also beispielsweise AG, GmbH, Einzelfirma etc. sein, aber auch natürliche Personen als selbständig Erwerbende.

Ich habe keinen Ethikcode und keine Unternehmensphilosophie, was müssen diese Dokumente enthalten? »

Bei der Anmeldung zur Anbieter-Zertifizierung liefern wir Hilfsdokumente mit, worin die Mindestinhalte der Dokumente beschrieben sind und Beispiele aufgelistet sind. Diese können Sie zur Erstellung der Dokumente heranziehen.

Nicht alle leitenden Personen erfüllen die Bedingungen für die Zertifizierung ihrer Qualifikation, können wir trotzdem als Anbieter anerkannt werden? »

Ja, es gibt hier verschiedene Möglichkeiten. Bitte kontaktieren Sie uns um die Möglichkeiten zu besprechen.

Ich habe eine Bestätigung bekommen, dass die Anbieter-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen worden ist, aber habe noch keine Zertifizierungsdokumente erhalten. Was ist los? »

Damit die Krankenkassenanerkennung erreicht wird, muss sowohl die rechtlich verantwortliche Trägerschaft als Anbieter zertifiziert sein als auch das Personal für ihre Qualifikationen zertifiziert sein. Wahrscheinlich ist die zweite Bedingung (noch) nicht erfüllt. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Fragen Kursleitenden

Wie lange dauert das Erstzertifizierungsverfahren durch QualiCert? »

In der Regel dauert dieses zwischen zwei und vier Wochen.

Wie lange ist meine Zertifizierung gültig? »

Die Erst-Zertifizierung ist bis Ende der zweijährigen Zertifizierungsperiode gültig.

Die Re-Zertifizierung ist jeweils 2 Jahre gültig. Für die Re-Zertifizierung müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Nach der automatischen Rechnungsstellung jeweils Mitte November muss die Re-Zertifizierungsgebühr überwiesen worden sein. Es muss  zudem Weiterbildung nachgewiesen werden – mehr Informationen finden Sie unter Kriterien Personal.

Meine Zertifizierung über einen Pauschalpartner läuft Ende Jahr aus, aber ich möchte im neuen Jahr individuell zertifiziert sein. Genügt es nachzuweisen, dass ich früher über einen Pauschalpartner zertifiziert war? »

Nein, das genügt nicht. Als Voraussetzung für das Pauschalabkommen wurden zahlreiche Kriterien überprüft, die bei einem individuellen Zertifizierungsverfahren nicht überprüft werden können, für die Qualität des Angebots aber wichtig sind. Bei individuellen Zertifizierungsverfahren können nur Qualifikationsnachweise überprüft werden. Deshalb sind die Ausbildungsanforderungen für eine individuelle Zertifizierung unter Umständen höher.

Wie viele Tage Weiterbildung muss ich jedes Jahr absolvieren? Müssen die Weiterbildungen fachspezifisch sein? »

Pro Kursbereich, für welchen man zertifiziert ist, muss pro Kalenderjahr mindestens ein Tag (= mindestens sechs Stunden) Weiterbildung nachgewiesen werden. Die Themen der besuchten Weiterbildung müssen nicht unbedingt fachspezifisch sein, die Weiterbildung kann auch einem allgemeinen Thema zu Prävention gewidmet sein (Bewegung, Ernährung, Entspannung, Präventionskonzepte usw.).

BLS-CPR-Aus- oder Weiterbildungen werden hingegen nicht als Weiterbildung akzeptiert. Ausserdem müssen die besuchten Weiterbildungsanlässe öffentlich ausgeschrieben worden sein, und bei der organisierenden Institution muss Aus- und Weiterbildung zum professionell betriebenen Kerngeschäft gehören. Es können nicht einfach normale Kurse für Endverbraucher besucht werden.

Muss ich meine Weiterbildungsnachweise laufend einsenden? »

Auf keinen Fall. Wir bitten Sie, unaufgefordert keine Weiterbildungsnachweise einzureichen. Die grosse Anzahl zertifizierter Kursleiterinnen und -leiter ermöglicht es uns nicht, mehr Formulare zu archivieren. Unaufgefordert eingereichte Weiterbildungsnachweise werden wir vernichten.

Ich bin nicht sicher, ob ich die Anforderungen für eine Zertifizierung erfülle. Erhalte ich die Erst-Zertifizierungsgebühr zurück, falls ich nicht erst-zertifiziert werden kann? »

Nein. QualiCert arbeitet transparent – auch bezüglich der Gebühren. Der umfangreichste Teil der anfallenden Arbeiten, nämlich die Beurteilung der Qualifikationen und des Fragebogens, haben trotz der Ablehnung stattgefunden und müssen auch entschädigt werden. Deshalb wird bei einer Ablehnung des Erst-Zertifizierungsantrages zwar die Bereichsgebühr, aber nicht die Grundgebühr zurückerstattet. Detailinformationen finden sich unter Gebühren.